ich und die anderen

It´s me, me, me and me.

ich und die anderen

 
Die Portraitfotografien von Katrin Kinsler sind ausnahmslos Selbstportraits. Momentaufnahmen künstlerischer Prozesse. Der Kopf der Künstlerin wird zur Projektionsfläche, auf der das Denken sichtbar zu werden scheint. Der Körper wird zur Basis, auf der der künstlerische Gedanke materialisiert.
Ursprüngliche Absicht des Porträts ist es die Persönlichkeit der porträtierten Person zum Ausdruck zu bringen. Daher zeigt das Porträt wegen der Bedeutung der menschlichen Mimik in der Regel das Gesicht der Person. In den Selbstportraits von Katrin Kinsler verschwindet die Mimik hinter Haaren, Rucksäcken, Aufklebern oder Klebeband. Die Persönlichkeit bleibt somit verborgen.
Selbst wenn ein Teil des Gesichts, ein Auge in der Frontalansicht offen bleibt, so gewährt es noch lange keinen Einblick in die Persönlichkeit der Portraitierten, sondern dient einzig und allein dem Zweck den Betrachter bis auf den Grund seines eigenen Wesens durchdringen zu wollen.
Die Selbstportraits erinnern an Litfasssäulen, Reisekoffer oder Pakete. Klebeband und T-shirts über dem Gesicht scheinen dazu bestimmt, die Identität der abgebildeten Person beschreiben zu wollen.  Ein hilfloser Versuch eine Kennzeichnung anzubringen oder eine Bewertung vorzunehmen. Doch bleibt das Wertesystem neutral. Weder der soziale Rang noch Herkunft oder Taten können abgelesen werden.
(Katalogstext „ich und die anderen)
 
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